REAL TALK: Pferderennen kosten LEBEN!

Horseangel

Horseangel – Ein Rennpferd im Himmel

Ich war nie ein Pferdemädchen und mein Kontakt mit Pferden hatte sich bislang nur auf ein Schnupperwochenende auf dem Reiterhof in meiner Kindheit beschränkt. Bis ich vor ein paar Wochen zufällig einen Bericht über Pferderennen im Fernsehen sah. Diese Bilder schockten mich dermaßen, dass sie mich nicht mehr losließen. Vielleicht ein guter Anlass um in meinen ersten „Real Talk“ darüber zu berichten. Also recherchierte ich und zeichnete „Horseangel“, ein Rennpferd im Pferdehimmel.

R.I.P. Horseangel

Horseangel war ein Rennpferd. Der schwarze, englische Vollblut stammte als Sohn eines echten Derby Gewinners aus einer englischen Pferdezucht. Nach seiner Geburt entwickelte er sich zu genau diesem Prachtkerl, den sich sein damaliger Besitzer erhofft hatte. Er konnte somit auch recht früh für viel Geld verkauft werden. In seinem zweiten Lebensjahr begann Horseangel unter den strengen Augen seines Besitzers Nr.2 mit dem Leistungstraining. Während andere junge Pferde in seinem Alter gemeinsam, fröhlich auf der Koppel sprangen, wurde er zu Höchstleistungen angetrieben. Horseangel erfüllte auch die Hoffnungen seines zweiten Besitzers, als er bei seinem ersten Rennen mit drei Jahren gewann. Als echter Gewinnertyp wechselte Horseangel zum dritten Mal den Besitzer. Hartes Training und ein einsames Leben in einer Pferdebox gestalteten seinen Alltag. Er fürchtete sich vor den Turniertagen, dem anstehenden Stress, der Angst. Langsam machten sich bei ihm die ersten Folgen der zu frühen Belastung seiner Knochen bemerkbar. Damit er bei den Rennen trotzdem Leistung zeigte, wurden ihm deshalb vor den Turnieren Medikamente verabreicht. Dann passierte es, bei einem Rennen kurz vor seinem fünften Geburtstag. Horseangel belastete seinen Körper über die Schmerzgrenze hinaus und brach sich während des Rennens sein Bein. Er starb hinter einem Vorhang neben der Rennbahn.

Zwischen 2011 – 2013 starben 44 Pferde auf deutschen Rennbahnen (l.A. Peta)

Horseangel ist ein Beispiel für jährlich ca. 20 Rennpferde in Deutschland und 1000 in den USA (l.A. Peta). Die Zahl der Pferde, welche beim Training sterben ist hierbei nicht mit eingerechnet. Bestimmt wird das Leben der Tiere durch einen profitorientierten Markt, der einen rücksichtslosen und lebensverachtenden Umgang mit den Tieren mit sich zieht. Auf die körperliche Entwicklung der Pferde wird keine Rücksicht genommen, weshalb viele Rennpferde bereits vor ihrem ersten Rennen schmerzende Knochen und Gelenke haben. Der Trainingsausfall aufgrund von Lahmheit liegt bei 80% (l.A. Peta). Gegen diese Probleme wird durch die Besitzer mit Medikamenten und Drogen angekämpft, welche wiederum die Tiere anfälliger für Infektionskrankheiten machen.Weitere Belastungen entstehen für die Tiere durch die Qualen auf der Rennbahn, viele Auktionen, ständige Besitzerwechsel.

Aus Stars werden Traumapatienten

Ein Rennpferd das diese Strapazen überlebt, ist nach seiner Karriere ein ausgebranntes, psychisches Wrack. Man kann nur hoffen, dass sie an erfahrene Besitzer geraten, die wissen wie man ein solches Tier betreut, sonst stehen ihm weitere Besitzerwechsel und erneuter Stress bevor. Oftmals werden ausgediente Rennpferde an Hobbyreiter verkauft, die mit den traumatisierten Tieren nicht umgehen können. Wie auch? Es ergeht ihnen wie einem Heimkehrer aus einem schlimmen Krisengebiet. Dazu kommt, dass die Pferde meist keinen Kontakt zu anderen Pferden hatten und mit anderen Tieren nicht kommunizieren können, da sie dies nie gelernt haben.

Rennpferde – Sklaven der Unterhaltung

Neben dem Rennfeld treffen sich die Besucher des Spektakels. In schicker Kleidung, wird das Rennen verfolgt, mitgefiebert, gewettet. Würden sie es sich trotzdem anschauen, wenn sie wüssten was hinter dem Schauspiel steckt? Bei den Pferden geht es nicht um Menschen, die ihr Schicksal frei gewählt haben. Die Rennpferde sind Sklaven unserer Unterhaltung und sie sterben einen sinnlosen Tod. Wenn nicht auf der Rennbahn, dann neben ihr oder beim Training.

Weitere Informationen zu den Schrecken des Pferderennsports könnt ihr auf den folgenden Seiten finden:

Eine sehr ausführliche Gegenüberstellung der Pro- und Kontraseiten zum Thema Pferderennen stellt Jutta Wiemers in ihrem Blog smarthorses.com dar.

Jutta Wiemers „Pro oder kontra Pferderennen?“

Auf der Seite von Peta Deutschland findet ihr einen Artikel, sowie ein kurzes Video des Schauspielers James Cromwell.

James Cromwell für Peta „Darauf können sie wetten: Pferderennen sind Tierquälerei.“

Peter von Veganblog.de zeigt Bilder, welche die Angst der Tiere vor den Rennen zeigt.

Veganblog.de „Pferderennen sind Tierquälerei – oder doch nicht? Eine Bildserie“

In der ndr – Mediathek findet ihr eine Dokumentation über das Leben der Rennpferde.

ndr – Mediathek „Das kurze Leben der Rennpferde“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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