REAL TALK: Entscheidungsfragen

Yes_No

Head or gut? Heart!

Irgendwann kommen sie, die großen Lebensfragen. Was tun? Kopf in den Sand stecken und abwarten? Auf Kopf, Bauch oder Herz hören? Welche Entscheidung führt zum Glück? Irgendwann musste auch ich beginnen, mir verschiedenste Fragen über mich und mein zukünftiges Leben zu stellen. Entscheidungsfragen und irgendwie verfluchte ich es auf einmal älter zu werden, denn lange hatte ich in den Tag hineingelebt und mich um alle diese lebensprägenden Fragen gedrückt. Der freie Wille forderte seinen Tribut, denn mit dem freien Willen kommt auch die Verantwortung, für das eigene Leben und die Fragen, was will ich eigentlich? Karriere? Familie, Leben zu Zweit oder auch allein? Stadt oder Land? Ausland oder ewiger Homie?Sobald man das Nest verlassen hat, jagt eine Entscheidung die andere und viele der Entscheidungen scheinen so schwerwiegend, dass man sich am liebsten wieder zurück sehnt in die Kinder- und Jugendzeit, als man noch in den Tag hineingelebt hat. Raus aus dem Nest und den Kopf erstmal in den Sand stecken. Aber ist es nicht auch schön Entscheidungen zu treffen? Ganz bewusst und ohne schlechtes Gewissen? Was beeinflusst uns denn in unseren Entscheidungen? Ich habe mich lange nach anderen gerichtet, was könnten Freunde oder Familie denken? Bis ich mich von all dem gelöst habe und bemerken musste, alle um mich herum akzeptieren meine Entscheidungen. Weil es meine Entscheidungen für mein Leben sind. Rückblickend betrachtet, macht das auch alles Sinn. Seine eigenen Wünsche zu unterdrücken, macht niemanden glücklich und Menschen die einen lieben, werden die Entscheidungen mittragen. Das klingt alles sehr egoistisch, wobei auch keine Entscheidungen treffen manchmal egoistisch sein kann. Dann nämlich, wenn es einen selbst und andere unglücklich macht.

Kopf oder Bauch?

Doch wer entscheidet denn nun wirklich? Die Vernunft oder der Bauch? Laut der Forschung geht das eine nicht ohne das andere. Um eine Entscheidung zu treffen brauchen wir sowohl unsere Emotionen, wie auch die Ratio. Auch wenn ich kein Mark Forster Fan bin, trifft sein Song „Bauch sagt zu Kopf ja, doch Kopf sagt zu Bauch nein“ genau das typische Dilemma eines jeden Entscheidungsprozesses. Dabei scheint uns die Bauchentscheidung meist die gefühlsmäßig Erlösung, das Köpfchen gibt uns aber oftmals die Bedenken. Warum fällt uns das Entscheiden so schwer, weil wir die Zukunft fürchten? Bestimmt gehört das auch dazu, denn große Entscheidungen erfordern jede Menge Mut. Nehme ich den neuen Job an? Kann ich das alles bewältigen? Lehne ich den Job ab, weil mir meine Freizeit wichtiger ist? Werde ich diese Entscheidung irgendwann bereuen, weil ich mir diese Chance habe entgehen lassen? Ob es um den Job geht, eine Beziehung, oder andere Lebensentscheidungen, man muss sich klar sein, dass das Bereuen und Nachweinen keine Rolle spielen darf. Denn wer Entscheidungen scheut, mit der Angst es später zu bereuen, der wird sich nicht weiterentwickeln und auf der Stelle tappen. Einzig wichtig ist, wenn man sich für oder gegen etwas entscheidet, dass man hinter seiner Entscheidung stehen und sie vertreten kann, denn wir Leben im Jetzt und Hier und niemand kann sagen was morgen ist.

Fremd oder Selbstgesteuert

Natürlich stellt sich immer die Frage in wiefern unsere Entscheidungen von uns selbst gewählt sind. Vieles steuert uns unbewusst. Schon von unserem ersten Tag auf Erden prägen uns unsere Eltern, das familiäre Umfeld, später der Freundes- und Bekanntenkreis und gesellschaftliche Konventionen. Wie frei ist denn nun unser Wille? Wie sehr sind wir Gefangene unserer Prägung? Wenn man ehrlich ist, dann ist einem das Drumherum nicht ganz egal und wenn man sich umschaut kennt bestimmt jeder den ein oder anderen, der seine Entscheidungen unter die Prämissen anderer gestellt hat, weil man das halt so macht, weil es halt dazu gehört. Wer sich dem entzieht kennt vielleicht die andere Seite des Unverständnisses, der Bevormundung, des Belehrens. Dabei sollte man sich doch immer Fragen, was ist mir wirklich wichtig und wem will ich denn gefallen? Allen anderen um mich herum oder zu aller erst mir selbst? Wahrscheinlich ist das die wichtigste Frage, denn nicht umsonst gibt es den Spruch:

„Sich selbst im Spiegel anschauen können.“ 

Und das kann man mit dem Kopf im Sand bekanntlich auch nicht tun.

5 Kommentare zu “REAL TALK: Entscheidungsfragen

  1. Toller Artikel und so wahr. 👍 Man muss in erster Linie auf sich schauen, um vernünftig und verantwortlich durch das Leben gehen zu können und das hat absolut nichts mit Egoismus zu tun. 🤓🤓🤓

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    • Liebe Claudia,
      danke für deinen Kommentar, freue mich immer sehr über deine Rückmeldungen! 🙂
      Ja, du hast Recht, … dennoch machen es gesellschaftliche Zwänge und Erwartungshaltungen vielen Menschen das Leben schwer. Dabei muss man sein eigenes Verhalten gegenüber anderen auch reflektieren, ein Punkt den ich in meinem Artikel nicht weiter thematisiert habe. Vielleicht werde ich das für den nächsten REAL TALK im Hinterkopf behalten.
      Allerliebst Mine

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  2. Toller Artikel liebe Mine! Ich versuche Kopf und Bauch in Betracht zu ziehen… aber letztendlich treffe ich meine Entscheidungen meistens ziemlich spontan – je nachdem was sich eben gut anfühlt. Wenn es mich im ersten Moment strahlen lässt bin ich dabei. Wenn ich zögere oder irgendwas in dem Moment situationsbedingt / körperlich etc. seltsam ist wirds wohl eher nichts und dann rattert der Kopf 🙂 LG, Feraye

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    • Liebe Feraye, freut mich, dass du den Artikel gelesen hast. ☺️ Wenn der Kopf zu lange rattert gibt es Kopfzerbrechen… aber du hast Recht, die Entscheidungen sind situationsbedingt. Wichtig ist dazu zu stehen! Commitment! 😉
      Allerliebst Mine

      Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Monatsrückblick Juli 2017 – GUTE MINE

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