Buchtipp: Ein Roman, packend wie ein Thriller!

Endlich ist sie wieder da, die Lesezeit. Viele freuen sich ja immer über den Sommer, weil sie da in der Sonne sitzen und lesen können. Ich komme im Sommer fast nie zum Lesen. Für mich gibt es in der warmen Jahreszeit einfach so unendlich viel mehr zu unternehmen! Dafür liebe ich es um so mehr in der Winterzeit zu lesen. Sich in Jogginghose auf die Couch knitschen, eingepackt in einer Kuscheldecke Tee schlürfen und ein gutes Buch lesen. So kann ich am Wochenende ganze Tage verbringen, sofern ich ein gutes Buch habe. Ich habe letzte Woche verzweifelt ein solches Buch gesucht und dabei ist mir meine Lektüre vom letzen Herbst in die Hände gefallen. Kennt ihr das, wenn ihr ein gelesenes Buch in den Händen haltet und traurig darüber seid, dass ihr es schon gelesen habt? Genau so ging es mir. Ein eben solches Buch suche ich gerade. Ein Buch das mich so packt, dass ich es nicht aus der Hand legen möchte und es dann doch aus der Hand legen muss, weil ich die Spannung stellenweise nicht aushalten kann. Genau so eine packende Lektüre hatte ich letzten Herbst in „Das Mädchen, das rückwärts ging“ von Kate Hamer gefunden.

So packend wie ein Thriller
Buchtipp_Das Mädchen das rückwärts ging_2.jpg

Das Cover verrät schon, hier wird es spannend! 

 

Ich lese wenig, bis selten Thriller. Dafür verschlinge ich alle möglichen Romane. Der Roman von Kate Hamer hat jedoch etwas von einem Thriller. Man kann die Spannung stellenweise kaum aushalten und das Leid der Protagonisten scheint schier unerträglich. Doch worum geht es? Der Roman behandelt sozusagen eine Urangst, die jeder nachvollziehen kann. Eine Mutter verliert ihre Tochter bei einem Festival. Die Tochter verliert ihre Mutter. Von diesem Moment an sind beide voneinander getrennt und wissen nichts über die weitere Existenz des anderen.

Für den Leser besonders spannend ist der ständige Perspektivenwechsel im Roman selbst. So ist es einem möglich die Erlebnisse der Mutter und der Tochter, nach der Trennung zu begleiten. Der Schmerz der Mutter und die Sehnsucht der Tochter wird von Kate Hamer so eindrücklich geschildert, dass einen das Buch stellenweise zu Tränen rührt und die Wut und Verzweiflung der Protagonisten auf einen übergreift. Ebenso verzaubert einen die tiefe Liebe der Mutter zu ihrer Tochter Carmel, die niemals die Hoffnung aufgibt, ihre verlorene Tochter doch noch eines Tages wiederzusehen.

In meinen Träumen geht sie immer rückwärts

Nicht nur der Plot beeindruckt in diesem Roman, sonder auch die wunderschöne Sprache auf den 414 Taschenbuchseiten.

Mich hat damals beim Buchkauf vor allem der Titel des Buches angesprochen und ich konnte mir unter „Das Mädchen, das rückwärts ging“ nichts vorstellen. Zuerst einmal dachte ich an eine Geistergeschichte. Doch das Rückwärtsgehen beschreibt die Distanz zwischen der Mutter und ihrem verloren gegangenem Kind. Die Unerreichbarkeit und der langsame Verlust der bildlichen Erinnerungen.

Mit Sicherheit benötigt man erst einmal die ersten 50 Seiten um in diesen Roman hineinzukommen, aber wenn man diese überwunden hat, dann lohnt es sich ohne Zweifel!

Und was ist euer Herbst-/Winterbuchtipp für mich?

Ich suche ja immer noch!  

Titel: Das Mädchen, das rückwärts ging

Autorin: Kate Hamer

Verlag: dtv

ISBN: 978-3-423-14521-3

 

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